Steinbockdieb gefasst !

Zeuterner Pranger besteht Bewährungsprobe !

Grosse Aufregung herrschte am Ostermontag, dem 01. April in der Republik Steinacker. Nur der Aufmerksamkeit einer Nachbarin ist es zu verdanken, dass die beiden Steinböcke Max und Moritz nicht aus dem Gehege der Republik entführt wurden. Sie beobachtete wie in den frühen Morgenstunden ein für diesen Tag recht ungewöhnliches Fahrzeug, nämlich ein Viehtransporter mit ausländischem Kennzeichen vorfuhr. Der Fahrer, eine ziemlich dunkle Gestalt, sprang über den Zaun und machte sich an die Steinböcke heran.

Die Frau ahnte sofort Schlimmes und alarmierte das Präsidialamt. Die von dort eingeleiteten Maßnahmen führten dazu, dass bereits nach wenigen Minuten einige Männer des Verteidigungs- und Sicherheitsrates vor Ort waren und gerade noch verhindern konnten, dass auch der zweite Steinbock auf der Ladefläche des Transporters verschwand. Der Dieb wurde auf dem Hoheitsgebiet der Republik Steinacker überwältigt und sofort deren Gerichtsbarkeit zugeführt.

Er erwies sich als allgemein geständig und gab an, im Auftrag eines ausländischen Chemieunternehmens zu handeln. Zweitausend Euro pro Tier sollte er von der Firma bekommen, die aus den Hörnern der Böcke angeblich ein potenzsteigerndes Mittel für Männer herstellt. In Insiderkreisen wäre das Pulver wegen der hohen Wirksamkeit und trotz des hohen Preises sehr begehrt.

Wegen der Geständigkeit und Reue sah man davon ab, den Täter der Staatsgewalt zuzuführen und verurteilte ihn lediglich zu 4 Stunden Pranger stehen.

Da der Heimatverein von Ubstadt-Weiher den Pranger am Zeuterner Rathaus vor kurzem wieder hergerichtet hat, konnte das Urteil noch am selben Tage vollstreckt werden.

Unter der Aufsicht des Verteidigungsministers sah sich der Verurteilte vier Stunden lang dem Gespött und den Beschimpfungen der Bevölkerung ausgesetzt. Möge das Ganze auch anderen zwielichtigen Zeitgenossen eine Warnung sein, denn vier Stunden am Pranger zu stehen, ist schlimmer als 4 Wochen Knast.